hairdoshop.de auf Shopify — derselbe Shop, zweimal gebaut
Ein mehrsprachiger Onlineshop für Echthaar- und Kunsthaar-Extensions läuft seit Jahren auf WooCommerce – von uns gebaut, von uns betreut, und er bleibt dort. Parallel bauen wir dasselbe Sortiment auf Shopify auf, unter eigener Adresse. Kein Umzug, sondern der direkte Vergleich: dieselben Produkte, dieselben Varianten, dieselben rechtlichen Pflichten – zwei Plattformen.
Zum Stand dieser Seite: Das Projekt läuft. Hier steht deshalb, was wir vorgefunden, entschieden und geplant haben – und noch keine Erfolgszahlen. Die tragen wir nach, wenn beide Shops nebeneinander messbar sind. Und weil es eine berechtigte Frage ist: Der bestehende WooCommerce-Shop wird nicht abgeschaltet. Er bleibt der Hauptshop.
Warum baut man denselben Shop zweimal?
Weil Plattformvergleiche sonst Behauptungen bleiben. Jede Agentur erklärt Ihnen, wann Shopify passt und wann WooCommerce – fast immer aus dem Bauch heraus, weil die Vergleichsprojekte nie dieselben sind. Unterschiedliche Sortimente, unterschiedliche Budgets, unterschiedliche Ansprüche: Was davon lag an der Plattform, was am Projekt?
Hier ist alles gleich. Dieselben zehn Produkte, dieselben 72 Farbvarianten, dieselben zwei Sprachen, dieselben deutschen Pflichtangaben, dasselbe Team. Was sich unterscheidet, unterscheidet sich wegen der Plattform – und lässt sich messen statt behaupten. Für den Händler entsteht nebenbei ein zweiter Vertriebskanal, für uns die belastbare Grundlage der Systemempfehlung auf unserer Shopify-Seite.
Die Ausgangslage: der bestehende Shop
hairdoshop.de verkauft Clip-in-Extensions, Ponys, Zöpfe und Echthaar-Haarteile – an Endkundinnen und an Friseurbetriebe. Der Shop läuft auf WordPress mit WooCommerce, ist über WPML zweisprachig (Deutsch und Englisch) und wird über Germanized rechtlich an den deutschen Markt angepasst.
Das Sortiment ist überschaubar, die Datenstruktur dahinter ist es nicht: Jedes Produkt ist ein variables Produkt mit einer eigenen Farbauswahl. Die Farbpaletten unterscheiden sich je nach Materialtyp – Kunsthaar (Tru2Life) hat andere Farben als Echthaar. Genau das ist die Stelle, an der ein Nachbau Kombinationen verliert, wenn man den Import laufen lässt und hofft.
Bestandsaufnahme in Zahlen
| Produkte je Sprache | 10 (alle variabel) |
| Varianten je Sprache | 72 – bis zu 10 je Produkt |
| Datensätze insgesamt (DE + EN getrennt) | 20 Produkte, 144 Varianten |
| Farbausprägungen | 11 Tru2Life-Farben, 6 Echthaar-Farben, 2 Color-Splash-Töne |
| Kategorien | 3 je Sprache (Clip In Extensions, Ponys/Zöpfe, Echthaar) |
| Adressen im Index | 73 (44 deutsch, 29 englisch) |
| Preisspanne | 79 – 289 € |
| Zahlarten heute | PayPal, Klarna, Rechnung |
Sechs Stellen, an denen sich die Plattformen wirklich unterscheiden
Varianten sind nicht gleich Varianten
WooCommerce kennt Produktattribute mit beliebig vielen Werten. Shopify erlaubt je Produkt drei Optionen und begrenzt die Zahl der Kombinationen. Hier passt beides zusammen – eine Option (Farbe), maximal zehn Ausprägungen. Trotzdem wird jede Kombination einzeln geprüft: Bestand, Preis, Artikelnummer, Bild je Farbe.
Shopify schneidet URLs anders
Shopify erzwingt eigene Muster: /products/, /collections/, /pages/, /blogs/. Der WooCommerce-Shop liegt anders geschnitten – Produkte unter /shop/kategorie/name/, Kategorien unter /haarshop/. Wir haben alle 73 Adressen einander gegenübergestellt. Das ist hier kein Weiterleitungsprojekt, sondern die Antwort auf die Frage, wie viel Freiheit man beim Wechsel abgibt: In WooCommerce bestimmen Sie die Struktur, in Shopify bekommen Sie sie.
Aus zwei Produkten wird eines
Der unterschätzte Unterschied. Unter WPML sind das deutsche und das englische Produkt zwei getrennte Datensätze mit zwei Adressen. In Shopify gibt es ein Produkt mit einem Handle, die Sprache steckt im Markt-Präfix. Alle zwanzig Produkte mussten paarweise zugeordnet werden. Sieben Paare ließen sich über Preis, Variantenzahl und Bild eindeutig bestimmen – drei nicht, weil sie in allen drei Merkmalen übereinstimmen. Die haben wir von Hand zugeordnet und nicht geraten.
Was ersetzt die Erweiterungen?
Der WooCommerce-Shop nutzt unter anderem ein Partnerprogramm mit eigenem Login- und Registrierungsbereich, ein Bewertungssystem, dynamische Preisregeln und Germanized. Für jede Funktion gilt in Shopify: Bordmittel, App – oder sie fällt weg. Ein Partnerprogramm gehört zu dem, was Shopify nicht mitbringt. Genau solche Posten entscheiden über die laufenden Kosten, nicht die Monatsgebühr der Plattform.
Shopify liefert keine deutsche Rechtslage
Widerrufsbelehrung samt Muster-Formular, Grundpreisangaben nach PAngV, vollständige Versandkosten- und Lieferzeitangabe, die Beschriftung des Bestellbuttons nach § 312j BGB, Hinweise zur Echtheit von Bewertungen: Im bestehenden Shop leistet das Germanized. In Shopify wird es neu eingerichtet und einzeln nachgeprüft – mit echten Testbestellungen über jede Zahlart.
Zwei Shops, zwei Texte — keine Kopie
Weil beide Shops öffentlich auffindbar sein sollen, dürfen sie sich nicht dieselben Texte teilen. Zwei Domains mit identischen Produktbeschreibungen konkurrieren gegeneinander, und am Ende verliert der Shop, der es sich am wenigsten leisten kann. Der Shopify-Shop bekommt deshalb eigene Produkt-, Kategorie- und Metatexte – das ist der Teil, den Nachbau-Werkzeuge nicht abnehmen.
Das Vorgehen
Bestandsaufnahme
Produkte, Varianten, Attribute, Kategorien, Sprachpaare, Erweiterungen, Zahlarten und alle indexierten Adressen aufgenommen und gezählt. Ergebnis ist die Tabelle oben.
Adress- und Strukturvergleich
Alle 73 Adressen des bestehenden Shops den Shopify-Mustern gegenübergestellt, inklusive der Fälle ohne Entsprechung: WordPress-Kategorien werden in Shopify zu Blog-Tags, das Autorenarchiv entfällt ersatzlos.
Aufbau des Shopify-Shops
Theme, Sortimentsstruktur, Produktdaten, Farboptionen mit Bildern, Zahlarten, Versandregeln und Rechtstexte – zunächst passwortgeschützt, nicht in der Öffentlichkeit.
Eigene Inhalte, zwei Sprachen
Produkt- und Kategorietexte neu geschrieben statt übernommen, englische Fassung als Übersetzung desselben Produkts statt als Zweitprodukt, Preise und Steuersätze je Markt getrennt.
Prüfung vor dem Livegang
Testbestellung über jede Zahlart, Prüfung aller Pflichtangaben, Abgleich der Inhalte gegen den bestehenden Shop auf ungewollte Dopplungen, Messung von Ladezeit und Core Web Vitals.
Livegang auf eigener Adresse
Eigene Domain, eigene Search-Console-Property. Danach laufen beide Shops nebeneinander – und liefern die Zahlen für den Vergleich unten.
Was wir vergleichen werden
Damit an dieser Stelle später Zahlen und keine Adjektive stehen, sind die Messpunkte vorher festgelegt – jeweils identisch auf beiden Shops:
- Aufbauzeit je Plattform bis zum verkaufsfertigen Stand, in Stunden
- Ladezeit und Core Web Vitals von Start-, Kategorie- und Produktseite – Ausgangswert WooCommerce heute: rund 2,3 Sekunden bis zur fertigen Antwort
- Laufende Kosten im Vollbild: Plattformgebühr, Apps, Transaktionsgebühren, Hosting, Wartung
- Pflegeaufwand – wie lange dauert dieselbe Änderung hier und dort
- Grenzen im Kaufabschluss – was ließ sich in Shopify nicht umsetzen, was in WooCommerce nicht ohne Aufwand
- Conversion nach genügend Laufzeit, sofern die Zahlen belastbar werden
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Wir entwickeln auf vier Plattformen und verkaufen deshalb keine Plattform, sondern eine Einschätzung – und arbeiten gerade daran, sie mit Messwerten statt mit Meinung zu belegen. Ein Erstgespräch kostet nichts, auch dann nicht, wenn wir Ihnen am Ende raten zu bleiben, wo Sie sind.
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