B2B vs. B2C – was im Alltag wirklich anders ist
B2C ist meistens Gefühl. Jemand sieht ein Produkt, findet es gut, legt es in den Warenkorb, bezahlt, fertig. B2B ist mehr Prozess. Eine Person sucht Produkte, eine andere Person gibt frei, eine dritte Person prüft Rechnung und Konditionen. Dazu kommen Budgets, Rahmenverträge und interne Richtlinien.
Ein weiterer Unterschied. Im B2C zählt oft der Einzelkauf. Im B2B zählen Beziehungen. Ihr Shop ist Teil einer längeren Partnerschaft. Wiederkehrende Bestellungen, feste Konditionen, spezielle Sortimente, Service Level. Wenn Ihr Magento-Shop das nicht abbildet, landen Bestellungen wieder per E-Mail oder Excel bei Ihnen. Und Sie denken. Wofür betreiben wir den Shop eigentlich.
Ein guter Überblick zu Strategien, Zielen und rechtlichen Besonderheiten im B2B-E-Commerce finden Sie im Ratgeber B2B E-Commerce und rechtliche Unterschiede zu B2C beim Händlerbund mit vielen Praxisaspekten aus deutscher Sicht.
Typische Anforderungen an einen B2B-Shop
Lass uns die wichtigsten Anforderungen durchgehen, die im B2B fast immer auftauchen. Sie werden vieles wiedererkennen, wenn Sie mit Firmenkunden arbeiten, die klare Einkaufsprozesse haben.
1. Firmenkonten statt einzelner Kundenkonten
Im B2C gibt es eine Person und ein Konto. Im B2B haben Sie ein Unternehmen mit mehreren Benutzerinnen und Benutzern, unterschiedlichen Rollen und Rechten. Einkauf, Technik, Buchhaltung, manchmal Geschäftsführung. Alle wollen den Shop nutzen, aber nicht alle sollen dasselbe dürfen.
Ein B2B-Shop braucht daher Firmenkonten mit Unterkonten. Typische Rollen sind. Firmenadministratorin, Einkäuferin, Freigeber, Buchhaltung. Zu jeder Rolle gehören Rechte. Bestellen, genehmigen, Nutzer anlegen, Budgets verwalten. Ein Shop ohne Rollenmodell zwingt Unternehmen zurück zu manuellen Freigaben per E-Mail.
2. Individuelle Preise, Kataloge und Konditionen
B2B-Kunden haben oft verhandelte Preise, Staffelpreise, Sonderkonditionen oder Exklusivprodukte. Ein einziger, öffentlicher Katalog reicht da nicht. Sie brauchen Kundengruppen, kundenspezifische Preise und manchmal auch eigene Sortimente pro Kunde.
Typische Anforderungen sind. Preise nur nach Login, unterschiedliche Preislisten, Artikel nur für bestimmte Kundengruppen, abweichende Mindestmengen. Gerade im technischen Handel oder bei Ersatzteilen ist das Standard. Ein B2B-Shop ohne diese Logik fühlt sich für Einkäufer wie ein normaler Onlineshop an, der zu wenig kann.
3. Bestellprozesse, Budgets und Genehmigungen
In vielen Unternehmen darf nicht jede Person frei bestellen. Es gibt Budgets, Freigabegrenzen und interne Regeln. Ein moderner B2B-Shop bildet diese Prozesse direkt ab. Beispiel. Bis 500 Euro darf der Einkäufer selbst bestellen. Darüber braucht er eine Freigabe. Ab 5.000 Euro muss zusätzlich die Leitung zustimmen.
Ohne solche Workflows landen Bestellungen als Screenshot oder PDF in der Fachabteilung. Das bremst alle aus. Wenn Sie hingegen echte Genehmigungsprozesse im Shop anbieten, wird Ihr Magento-System Teil der Einkaufsorganisation und nicht nur ein digitaler Katalog.
4. Schnelle Nachbestellung statt langer Produktsuche
Viele B2B-Bestellungen sind Wiederholungen. Verbrauchsmaterial, Ersatzteile, Standardartikel. Einkäuferinnen wollen dann nicht ewig suchen, sondern schnell nachbestellen. Dafür braucht Ihr Shop Funktionen wie Schnellbestellung per Artikelnummer, Einkaufslisten, gespeicherte Warenkörbe und Bestellhistorie mit Reorder-Button.
Je besser Sie diese Arbeitsschritte abkürzen, desto lieber nutzt Ihr Kunde den Shop statt Excel. Und ja, Sie dürfen in der Kommunikation ruhig sagen, dass Ihr Shop das ewige Excel-Pingpong ersetzt. Das trifft einen Nerv.
5. Produktdaten, die für Profis gemacht sind
B2B-Kundinnen wollen keine Marketingstories, sie wollen klare Daten. Technische Attribute, Maße, Normen, Kompatibilität, Ersatzteilbezüge. Diese Informationen müssen sauber strukturiert, filterbar und exportierbar sein. Dazu kommen oft Datenblätter und Normen, die Sie als Download anbieten. Genau dafür hängen Sie mit der Extension Magento Product Attachments PDFs und Datenblätter direkt an Ihre Produkte.
Für Magento heißt das. Sinnvolle Attributsets, klare Produktfamilien, Variantenlogik und ein sauberer Import aus Ihrem ERP oder PIM. Wenn Ihre Produktdaten wild gemischt sind, kann der beste B2B-Workflow das nicht retten.
6. Rechtliche Einordnung und Kennzeichnung
Rein rechtlich gibt es zwischen B2B und B2C deutliche Unterschiede. Ein Beispiel ist das gesetzliche Widerrufsrecht, das nur im Verhältnis Unternehmer zu Verbraucher gilt und bei reinen B2B-Shops entfällt. Wichtig ist, dass Sie klar kennzeichnen, wenn sich Ihr Angebot nur an Unternehmen richtet.
Dazu kommen Informationspflichten, Impressum, AGB und Datenschutz. Auch in B2B-Shops müssen Sie sauber arbeiten, sonst drohen Abmahnungen. Einen guten Einstieg in die rechtlichen Grundlagen des Onlinehandels finden Sie bei der IHK München mit ihrem Ratgeber zum Onlinehandel mit vielen Hinweisen zu Kennzeichnung, Widerruf und B2B-Hinweisen.

B2B Shop erstellen lassen mit Magento – Magento 2-News – Für Händler, Entwickler und Kunden – 🛒Warum B2B-Shops andere Anforderungen haben als B2C – und wie Sie Magento richtig darauf einrichten🤝
Wie Magento Sie bei B2B unterstützt
Magento ist für B2B keine Notlösung, sondern dafür richtig gut geeignet. Adobe Commerce bringt ein eigenes B2B-Modul mit, das genau auf Firmenkonten, Genehmigungen, Angebote und Zahlung auf Konto zielt. Aber auch mit Magento Open Source können Sie mit den richtigen Modulen einen stabilen B2B-Shop aufbauen. Die kontrollierte Registrierung neuer Firmenkunden mit manueller Freigabe übernimmt dabei zum Beispiel die Extension Magento B2B Register.
Wenn Sie einen tiefen Praxisblick wollen, lohnt sich der Magento 2 B2B Guide von Matthias Zeis, der viele typische Szenarien aufgreift und in Magento-Konfiguration übersetzt.
Firmenkonten, Rollen und Budgets
In Adobe Commerce aktivieren Sie zunächst die B2B-Funktionen im Backend. Anschließend legen Sie Firmen an, definieren Rollen und weisen Benutzer diesen Firmenkonten zu. So entsteht in Ihrem Shop dieselbe Struktur wie im Einkauf Ihres Kunden. Firmenadministratorinnen können weitere Benutzer anlegen, Budgets setzen und Genehmigungsregeln festlegen.
Typisches Setup. Ein Unternehmen hat eine zentrale Einkaufsleitung, mehrere Einkäuferinnen und eine Buchhaltung. Die Einkaufsleitung legt das Firmenkonto an, definiert Rollen und Beschränkungen. Die Einkäuferinnen stellen Warenkörbe zusammen, Buchhaltung sieht Rechnungen und offene Bestellungen, aber darf nicht bestellen. Solche Konstellationen lösen Sie mit dem B2B-Modul ohne Individualentwicklung.
Individuelle Kataloge und Preise in Magento
Für kundenspezifische Sortimente und Konditionen nutzen Sie in Adobe Commerce gemeinsame Kataloge. Sie definieren, welche Produkte eine Firma sieht und zu welchen Preisen. Rabatte, Staffelpreise und Sonderkonditionen steuern Sie über Preisregeln und kundenspezifische Konfigurationen.
In Magento Open Source arbeiten Sie meist mit Kundengruppen und erweiterten Preisregeln. Beispiel. Händlergruppe A bekommt zehn Prozent Rabatt ab 100 Stück, Händlergruppe B andere Konditionen. Wichtig ist, dass Sie sich vorab ein klares Modell für Ihre Preislogik überlegen. Sonst ertrinken Sie später in Einzelkonfigurationen.
Schnellbestellung, Listen und Reorder
Viele B2B-Funktionen drehen sich darum, Bestellungen zu beschleunigen. Schnellbestellung per Artikelnummer, Upload von CSV-Dateien mit SKU und Menge, gespeicherte Einkaufslisten für Standardbedarfe. Magento stellt Teile dieser Funktionen bereit, der Rest lässt sich mit passenden Magento Extensions ergänzen.
Ein einfaches Praxisbeispiel. Sie legen für einen Stammkunden eine feste Liste mit Standardartikeln an. Die Einkäuferin loggt sich ein, ruft die Liste auf, passt die Mengen an und schickt die Bestellung durch. Kein Suchen, kein Blättern durch Kategorien. Je mehr Sie solche Wege anbieten, desto stärker binden Sie Ihre B2B-Kunden an den Shop.
Checkout und Zahlungsarten für B2B
Im B2B-Checkout stehen andere Punkte im Fokus als im B2C. Einkauf braucht oft Felder für Bestellnummer, Kostenstelle, Projektnummer oder interne Referenz. Zusätzlich sind Zahlungsarten wie Rechnung, Zahlung auf Konto oder individuelle Zahlungsziele wichtig.
Adobe Commerce bietet Zahlung auf Konto an, die Sie mit Firmenkonten und Budgets verknüpfen. In Magento Open Source können Sie mit passenden Modulen und ERP-Anbindung ähnliche Abläufe bauen. Einen schlanken, einseitigen Bestellprozess – im B2B oft ein echter Conversion-Hebel – liefert Ihnen die Extension Magento One Page Checkout, die alle Schritte auf einer Seite bündelt. Wichtig ist, dass Sie Zahlungsarten und Prozesse mit Ihrem Finance-Team abstimmen, damit Buchhaltung und Shop dieselbe Sprache sprechen.
Praxis-Setup: So richten Sie Magento Schritt für Schritt auf B2B aus
Schritt 1: Anforderungen sauber sammeln
Bevor Sie in Magento klicken, setzen Sie sich mit Vertrieb, Einkauf und Support zusammen. Sie beantworten Fragen wie. Welche Kundentypen haben Sie. Welche Rollen gibt es im Einkauf. Welche Spezialfälle kommen oft vor. Wie wird heute bestellt, wenn der Shop nicht genutzt wird. Je mehr echte Beispiele Sie sammeln, desto besser wird Ihr Setup.
Erstellen Sie daraus drei bis fünf typische Use Cases. Zum Beispiel. Wiederkehrende Bestellung von Verbrauchsmaterial. Projektbestellung mit Freigabe. Bestellung durch Außendienst unterwegs. Diese Use Cases nutzen Sie später, um Ihr Magento-Setup durchzutesten.
Schritt 2: Struktur im Backend aufbauen
Im zweiten Schritt definieren Sie Ihre Basisstruktur in Magento. Welche Storeviews brauchen Sie. Nur B2B oder B2B und B2C getrennt. Welche Kundengruppen verwenden Sie. Händler, Großkunden, Partner, interne Testkunden. Welche Preislogik steckt dahinter.
Anschließend planen Sie die Firmenkonten und Rollen. Wie viele Rollen brauchen Sie wirklich. Oft reichen vier bis fünf Rollen, die klar definiert sind. Je einfacher die Struktur, desto leichter verstehen Ihre Kundinnen später das System. Übertreiben Sie es nicht mit Mikro-Rollen, sonst pflegen Sie mehr, als Sie gewinnen.
Schritt 3: Produktdaten und Kataloglogik definieren
Ein B2B-Shop fällt mit seinen Produktdaten. Sie legen Attributsets fest, strukturieren technische Daten und definieren, welche Attribute filterbar sind. Dazu klären Sie, welche Produkte jeder sehen darf und welche Sortimente nur bestimmten Kundengruppen oder Firmen offenstehen.
Stimmen Sie sich mit Ihrem ERP- oder PIM-Team ab. Welche Felder kommen aus dem Vorsystem. Welche Felder pflegen Sie in Magento. Welche Daten brauchen Sie für Konfiguratoren, Filter oder Suche. Eine gute Struktur an dieser Stelle spart Ihnen später viele Workarounds.
Schritt 4: Frontend auf B2B trimmen
Jetzt wird es sichtbar. Sie passen Navigation, Suche, Produktdarstellung und Checkout so an, dass B2B-Kunden in wenigen Schritten ans Ziel kommen. Weniger bunte Teaser, mehr Fokus auf Suche, Filter und Schnellbestellung. Die wichtigsten Funktionen gehören in den sichtbaren Bereich, auch mobil.
Mobile Nutzung ist auch im B2B Alltag. Außendienst, Lager, Homeoffice. Achten Sie darauf, dass Tabellen, Filter und Formulare auf Smartphone und Tablet gut nutzbar sind. Große Klickflächen, klare Labels, so wenig Ablenkung wie möglich. Responsive first heißt hier. Mobile Alltagsszenarien mitdenken.
Schritt 5: Testen mit echten B2B-Kunden
Wenn Ihr Setup steht, holen Sie sich zwei bis drei echte B2B-Kunden in einen Test. Lassen Sie sie ihre typischen Bestellungen im Testsystem durchspielen. Fragen Sie sie, welche Schritte nerven, welche Felder fehlen, welche Infos sie an welcher Stelle erwarten.
Nehmen Sie Feedback ernst, aber bleiben Sie konsequent. Ein B2B-Shop darf klar strukturiert sein. Sie müssen nicht jeden Spezialwunsch individuell lösen, sondern Muster erkennen und für Gruppen lösen. So bleibt Ihr Magento-Setup langfristig wartbar.
Typische Fehler bei B2B-Projekten mit Magento
Erster Klassiker. B2B wird nur über Kundengruppen und ein Firmenfeld abgebildet. Kein Rollenmodell, keine Genehmigungen, kein richtiger B2B-Workflow. Ergebnis. Kunden umgehen den Shop, weil er ihnen intern nicht hilft.
Zweiter Klassiker. Zu viele Sonderlogiken pro Kunde. Jede Firma bekommt eigene Regeln, Sonderfälle und Konfigurationen. Das sieht am Anfang individuell aus, wird aber im Betrieb schwer pflegbar. Besser. Sie erkennen Muster und bauen modulare Regeln, die für mehrere Kunden funktionieren.
Dritter Klassiker. Rechtliche Themen werden auf später geschoben. Dabei ist gerade im B2B wichtig, dass Sie klar sagen, wen Sie ansprechen, welche Rechte gelten und welche Infos Sie wann geben. Ein sauber gekennzeichneter B2B-Shop erspart Ihnen Diskussionen und Missverständnisse.
Einen guten technischen Blick auf Magento im B2B-Kontext gibt Ihnen auch dieser Beitrag B2B E-Commerce mit Magento 2 in dem typische Funktionsbausteine und Praxisprojekte vorgestellt werden.
Wer diesen Beitrag geschrieben hat
Storetown Media ist eine Magento Agentur aus Tornesch bei Hamburg mit Schwerpunkt auf B2B-Shops. Kundengruppen, Freischaltprozesse, Staffelpreise und die Anbindung an ERP-Systeme bauen wir seit 2012 – zuerst für Firmen-Bestellsysteme, später in Magento, Shopware und WooCommerce.
Fazit und Einladung zur Diskussion
B2B ist kein größerer B2C-Shop, sondern ein eigener Kosmos mit anderen Rollen, Prozessen und Erwartungen. Magento bringt viele Bausteine mit, um diesen Kosmos abzubilden. Firmenkonten, Rollenmodelle, Budgets, individuelle Kataloge, Schnellbestellung, Zahlung auf Konto. Wenn Sie diese Bausteine mit echten Use Cases verknüpfen, entsteht ein System, das im Alltag wirklich genutzt wird.
Ihr nächster Schritt. Schnappen Sie sich zwei typische B2B-Kunden und schreiben Sie auf, wie sie heute bestellen. Bauen Sie daraus konkrete Szenarien und vergleichen Sie sie mit Ihrem aktuellen Magento-Setup. Wo fehlen Rollen. Wo fehlen Felder. Wo fehlen Abkürzungen. Genau dort sollten Sie ansetzen.
Und jetzt sind Sie dran. Welche B2B-Anforderungen haben Sie in Magento bisher am meisten überrascht. Welche kreativen Lösungen haben Sie gebaut, damit Ihre Kundinnen trotz komplizierter Prozesse entspannt bestellen. Schreiben Sie Ihre Erfahrungen, Fragen oder Beispiele in die Kommentare. Je mehr reale Szenarien zusammenkommen, desto leichter wird es für alle, B2B-Shops sinnvoll zu planen.























Hammer Artikel! Wir haben vor 6 Monaten unseren B2B-Shop gelauncht und die Learnings hier sind Gold wert. Ein Tipp von mir: Plant genug Budget für Schulungen ein! Nicht nur für eure Mitarbeiter, sondern auch für die Kunden. Wir haben Webinare angeboten und die wurden super angenommen.
Sehr informativer Beitrag! Was mich noch interessieren würde: Wie handhabt ihr Retouren im B2B? Bei uns sind das oft ganze Paletten, nicht nur einzelne Pakete. Das ist logistisch eine ganz andere Hausnummer als im B2C…
Top Artikel! Kleine Anmerkung: Vergesst nicht das Thema Datenschutz bei B2B-Shops. Die DSGVO gilt auch hier, und Kundendaten (Ansprechpartner, Bestellhistorien) sind personenbezogene Daten!
@Tamme: Requisition Lists sind Gold wert! Unsere Kunden haben teilweise 10+ verschiedene Listen (z.B. ‚Lager Nord‘, ‚Lager Süd‘, ‚Notfallbedarf‘). Eine Standardbestellung dauert jetzt 30 Sekunden statt 10 Minuten. Die Kunden lieben es!
Moin! Nutzt hier jemand die Requisition Lists Funktion? Wir überlegen, das für unsere Stammkunden einzuführen, damit die ihre Standardsortimente schneller nachbestellen können.
Sehr guter Artikel! Was hier noch fehlt: Das Thema Compliance und Dokumentation. Bei uns müssen alle Bestellungen revisionssicher archiviert werden, inklusive der zum Bestellzeitpunkt gültigen Preise und AGBs. Magento kann das mit den richtigen Extensions, aber es erfordert sorgfältige Planung.
@Peer: Mobile B2B ist ein Riesenthema! Wir haben eine PWA auf Basis von Magento gebaut – funktioniert super. Die Außendienstler können beim Kunden vor Ort Verfügbarkeiten checken, Preise zeigen und direkt ordern. Hat unsere Abschlussquote um 30% gesteigert!
Interessant! Wie sieht’s eigentlich mit Mobile aus? Unsere Außendienstler wollen auch unterwegs Bestellungen für Kunden aufgeben können…
Toller Artikel! Als Einkäuferin (ja, auch wir lesen solche Blogs 😉) kann ich sagen: B2B-Shops, die sich wie B2C anfühlen, nerven gewaltig. Ich will meine Artikelnummern eingeben, Mengen ändern und fertig. Keine fancy Produktbilder, keine Bewertungen – einfach schnell und effizient!
@Neele: Ja, das Quote-Management in Adobe Commerce ist dafür gemacht! Der Kunde kann eine Angebotsanfrage stellen, der Vertrieb bearbeitet sie im Backend, und nach Freigabe kann der Kunde mit einem Klick bestellen. Wir nutzen das intensiv – spart uns pro Angebot ca. 20 Minuten manueller Arbeit.
Frage an die Experten hier: Wie löst ihr das Thema Angebotsmanagement? Unsere Großkunden wollen vor jeder größeren Bestellung ein individuelles Angebot mit Mengenrabatt. Gibt’s da in Magento was Gutes?
Richtig guter Content! Bei uns läuft der B2B-Shop jetzt seit 2 Jahren und wir lernen immer noch dazu. Ein Tipp von mir: Unterschätzt nicht die Schulung eurer Kunden! Wir haben kleine Video-Tutorials erstellt, die zeigen, wie man schnell bestellt, Angebote anfordert etc. Die werden super angenommen!
Moin! Kleine Ergänzung zum Thema Kundengruppen: Vergesst nicht die Hybrid-Kunden! Wir haben Unternehmen, die sowohl Endkunden (B2C) als auch Wiederverkäufer (B2B) sind. Die brauchen je nach Login unterschiedliche Preise und Konditionen. Magento kann das, aber die Konfiguration ist tricky.
Super Beitrag! Was mich interessiert: Wie geht ihr mit saisonalen Preisänderungen um? Bei uns ändern sich die Einkaufspreise teils wöchentlich und das muss zeitnah an die Kunden weitergegeben werden…
@Jonte: Hyvä ist ein Game-Changer! Wir haben von Luma auf Hyvä gewechselt und die Ladezeiten haben sich mehr als halbiert. Bei einem B2B-Shop mit vielen Produkten und komplexen Preisberechnungen macht das einen riesigen Unterschied. Die Investition hat sich bei uns in unter 6 Monaten amortisiert.
@Finn: Wir hatten das gleiche Problem! Unser Trick: Wir haben den Shop erstmal als ‚digitalen Katalog‘ verkauft. Die Kunden konnten sich einloggen, Produkte ansehen und Preise checken, aber weiterhin per Telefon bestellen. Nach ein paar Monaten haben sie dann von selbst angefangen, online zu ordern. Sanfter Übergang statt harter Schnitt!
Danke für den Artikel! Wir stehen noch ganz am Anfang unserer B2B-E-Commerce-Reise. Bisher läuft alles über Telefon, Fax (ja, wirklich noch Fax!) und E-Mail. Die Hemmschwelle bei unseren älteren Kunden ist enorm. Hat jemand Tipps, wie man traditionelle B2B-Kunden an einen Online-Shop heranführt, ohne sie zu verschrecken?
Guter Überblick! Frage: Wie handhabt ihr internationale B2B-Kunden? Wir verkaufen in DACH und Skandinavien, jedes Land hat andere Preise, Währungen, Steuersätze…
Großartiger Artikel! Was mir besonders gut gefällt: Die Betonung, dass B2B nicht gleich B2B ist. Ein Maschinenbauer hat völlig andere Anforderungen als ein Bürobedarf-Großhändler.
Bei uns im Laborbedarfshandel ist z.B. die Gefahrstoff-Dokumentation ein riesiges Thema. Sicherheitsdatenblätter müssen automatisch mitgeliefert werden, bestimmte Produkte brauchen Sachkundenachweise… Das sind alles Dinge, die ein Standard-B2C-Shop gar nicht abbilden kann.
Magento gibt uns die Flexibilität, solche branchenspezifischen Anforderungen sauber umzusetzen. 🔬
Top Content! Als IT-Leiter eines Stahlhandels kann ich die Herausforderungen nur bestätigen. Bei uns kommen noch die Themen Gewichtsberechnung und Zuschnitt-Konfiguration dazu – da wird’s richtig komplex. Hat jemand Erfahrung mit Produktkonfiguratoren in Magento?
Hmm, was ist mit dem Thema Mindestbestellgebühren? Bei uns lohnen sich Kleinbestellungen unter 150€ nicht wegen der Logistikkosten. Wie bildet ihr sowas ab?
@Meike: Wir nutzen Open Source mit diversen Extensions. Für unsere Anforderungen (ca. 50 Kunden, einfache Preisstrukturen) reicht das völlig. Adobe Commerce lohnt sich erst bei wirklich komplexen Szenarien mit Shared Catalogs und Company Accounts.
Kurze Frage an die Runde: Nutzt jemand die B2B-Funktionen von Magento Commerce (Adobe Commerce) oder reicht die Open-Source-Version mit Extensions?
Moin zusammen! Als langjährige E-Commerce-Beraterin kann ich bestätigen: Der größte Fehler, den B2B-Unternehmen machen, ist zu denken, sie könnten einfach einen B2C-Shop nehmen und ein paar Features draufpacken. Das funktioniert NIE. B2B erfordert ein komplett anderes Mindset.
Was ich im Artikel noch ergänzen würde:
1. Die Bedeutung von Rollen und Rechten – in B2B bestellen oft Einkäufer, aber Entscheider müssen freigeben
2. Budgetverwaltung auf Kundenkonto-Ebene
3. Bestellhistorie mit Wiederbestellfunktion
4. Angebotsanfragen für Großprojekte
Trotzdem: Sehr solider Einstieg ins Thema! 👍
Top Artikel! Was mich noch interessieren würde: Wie löst ihr das Thema Mindestbestellwert? Bei uns gibt es gestaffelte Mindestbestellwerte je nach Kundengruppe…
Ich bin ehrlich gesagt etwas skeptisch, was die Komplexität angeht. Wir haben versucht, Magento selbst aufzusetzen und sind grandios gescheitert. Die Lernkurve ist brutal steil. Habt ihr das mit einer Agentur gemacht oder selbst? Was kostet so eine professionelle B2B-Implementierung ungefähr?
Mega! 💪 Wir haben gerade unseren B2B-Shop gelauncht und dieser Artikel bestätigt, dass wir vieles richtig gemacht haben. Der Tipp mit den geteilten Katalogen ist super – nutzen wir auch!
@Hauke: Kommt drauf an! Wenn du komplexe Preisstrukturen, Genehmigungsworkflows oder ERP-Integration brauchst, ist Magento auch bei 500 Bestellungen sinnvoll. Die Frage ist nicht die Bestellmenge, sondern die Komplexität deiner Anforderungen. Wir haben mit einem ‚kleinen‘ B2B-Shop angefangen und sind froh, dass wir von Anfang an auf Magento gesetzt haben – das Wachstum kam schneller als gedacht!
Naja, klingt alles schön und gut, aber ist Magento nicht total überdimensioniert für kleinere B2B-Shops? Wir machen vielleicht 500 Bestellungen im Monat…
@Imke: Das ist tatsächlich ein kritischer Punkt! Wir hatten anfangs massive Performance-Probleme mit über 150 Kundengruppen. Die Lösung war ein optimiertes Caching-Konzept mit Redis und Varnish. Ohne das wäre der Shop unbenutzbar gewesen. Vielleicht könnte der Autor dazu mal einen Folgeartikel schreiben?
Danke für den informativen Artikel! Kurze Frage: Wie sieht es mit der Performance aus, wenn man viele verschiedene Kundengruppen mit individuellen Preislisten hat? Wir haben über 200 Kunden mit jeweils eigenen Konditionen…
Super Timing für diesen Beitrag! Wir stehen gerade vor der Entscheidung, ob wir unseren veralteten B2B-Shop neu aufsetzen sollen. Die Punkte zu den Genehmigungsworkflows haben mir die Augen geöffnet – das fehlt uns komplett!
Endlich mal ein Artikel, der die B2B-Problematik auf den Punkt bringt! Wir betreiben seit 3 Jahren einen Großhandel für Industriebedarf und haben anfangs den fatalen Fehler gemacht, einfach einen B2C-Shop aufzusetzen. Das Chaos war vorprogrammiert: Unsere Kunden erwarteten Staffelpreise, Kauf auf Rechnung und individuelle Kataloge – nichts davon war out-of-the-box möglich. Nach der Umstellung auf eine saubere B2B-Konfiguration in Magento haben wir unsere Conversion-Rate um 40% gesteigert. Der Tipp mit den Kundengruppen ist Gold wert!